Vogelschutz

Unsere Vögel liegen uns am Herzen  

Möchten Sie sich engagieren oder haben Sie eine Frage?

Christina Lutz gibt gerne Auskunft: Telefon 071 393 26 76



Vögel füttern im Winter?

 

Gratisfutter: Wer seinen Garten naturnah gestaltet und einheimische Obstbäume und Beerensträucher pflanzt, bietet den Vögeln im Winter hochwertige Nahrung an. 

(Weitere Informationen zu einheimischen Wildsträuchern)

 

Futterhäuschen und Meisenknödel ermöglichen insbesondere auch Kindern die Begegnung mit der einheimischen Tierwelt.

Sachgerechte Winterfütterung erfüllt die folgenden Punkte:

  • Futterplatz an einem übersichtlichen Ort mit nahe gelegenen Rückzugsmöglichkeiten (Baum, Busch)
  • Bewährte Futtermischungen für Körnerfresser bzw. Weichfresser anbieten; gern angenommen werden Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Baum- und Haselnüsse sowie Fett; Getreidekörner sind nur bei Spatzen und Tauben beliebt; Mischungen mit Ambrosia-Samen sind zu vermeiden
  • Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf rund 2 Stunden vor der Dämmerung
  • Futter trocken halten und vor Schmutz und Kot schützen; Futterplatz regelmässig reinigen

Dringend gesucht: Nistkastenbetreuer

Wir suchen interessierte Naturfreunde, die mithelfen die Vogel- Nistkästen im Winter zu reinigen. 

Es ist sehr einfach und braucht keinen grossen Aufwand!

 

Ideal sind junge Familien mit schulpflichtigen Kindern. Kinder sind immer gerne dabei!

Natürlich ist jeder herzlich willkommen!

Sie können beobachten, wie die verschiedenen Nester gebaut sind, vor allem im Winter, wenn das Nest herausgenommen wird. Im Frühling gibt es die Möglichkeit die getarnten oder farbenprächtigen Eier anzusehen oder die Jungvögel zu zählen und zu beobachten, wie sie von den Eltern gefüttert werden. Wer Glück hat, ist zur richtigen Zeit an Ort und Stelle und kann beobachten, wenn die Jungvögel ausfliegen, was sehr rührend ist.

 

Die Besuche der Nistkästen sind ideal, um kaputte Nistkästen zu flicken oder zu ersetzen.

Dazu gibt der Vogelschutzverein ein Merkblatt, wie man ein Nistkastenrevier pflegt.

Die Vogelschutzbeauftragte gibt gerne Auskunft: christina.lutzem@gmail.com

oder Tel.: 071 393 26 76


Vogelstimmen Morgenkonzert 2017

gehört am :

24.April : Blau-Kohl-Tannen-Haubenmeise,Rotkehlchen, Amsel, Mistel-Singdrossel,Winter-Sommergoldhähnchen,Zilpzalp,Mönchsgrasmücke,Ringeltaube, Rabenkrähe, Eichelhäher, Waldbaumläufer,Hausrotschwanz,Kleiber,Bachstelze,Zaunkönig.

25.April: Nachtigall ! ,Wacholderdrossel,Distelfink,Mäusebussard,Schwarzmilan,Rauch-Mehlschwalbe,Zwergtaucher,Graureiher,Stockente,Grünspecht,Mönchsgrasmücke,

Blau-Kohlmeise,Rotkehlchen,Singdrossel, Amsel,Winter-Sommergoldhähnchen, Reh, Fuchs, Eichhörnchen

30.April: Grün-Buntspecht, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Kohleise, Kleiber, Sing- Misteldrossel, Amsel, Gartenbaumläufer, Winter- Sommergoldhähnchen, Zaunkönig, Trauerschnäpper, Ringeltaube, Hausrotschwanz, Girlitz, Rabenkrähe, Eichhörnchen, Biber!

Zuhörer des Vogelkonzertes                                                     Morgensonne im Rehwald


Diplomfeier des internationalen Feldornithologenkurs 15/16

Bild- und Textquelle: Benno Büchel, Balzers
Bild- und Textquelle: Benno Büchel, Balzers

Am Samstag, 16.7.2016 trafen sich die Absolventen des Feldornithologen-Lehrgangs aus Vorarlberg, der Schweiz und aus Liechtenstein zur Diplomübergabe und zu einem Umtrunk im Vogelparadies Birka in Mauren. Nebst den Teilnehmern waren auch Hubert Salzgeber, Obmann von BirdLife Vorarlberg und Benno Büchel, Präsident des LOV anwesend.
Im 18 Monate dauernden Lehrgang, mit über 40 Veranstaltungen theoretischer und praktischer Wissensvermittlung haben sich die Teilnehmer in motivierter und freundschaftlicher Runde zu „lässigen Ornithologen“ entwickelt, die ihr Wissen gerne der Allgemeinheit zur Verfügung stellen          möchten.
Herzlichen Dank den Leitern für ihr Engagement und herzliche Gratulation allen Absolventen und viel Freude bei der praktischen Umsetzung des erworbenen Wissens!


Das Interesse ist gross und ihr Wissen wollen sie erweitern

Somit haben die Präsidentin Silja Marano-Wiederkehr und die neue Nistkasten-Betreuerin Christina Lutz-Ehmann im Flawiler NVF die Chance wahrgenommen einen Feldornithologischen Kurs zu besuchen. Das heisst, Vögel sehen und hören in freier Natur, dann erkennen und bestimmen.

 

Sie sind mitten drin und schon etwas weiser. Der Kurs dauert 1 ½ Jahre und besteht aus Theorie und etlichen Exkursionen mit abschliessender Prüfung. Da es aber nicht genügt nur einen Kurs zu absolvieren, stecken diese zwei Frauen viel Zeit und Energie ins Lernen und sind bei jeder Gelegenheit in der freien Natur rund um Flawil am beobachten. Christina Lutz hatte zwei eindrückliche Erlebnisse in Zusammenhang mit dem Baumfalken. Im Rahmen des Kurses hat sie ein Referat zum Baumfalken gehalten, das hier in verkürzter Form veröffentlicht wird.

 

An einem lauen Juniabend beobachteten die beiden Frauen Baumfalken über dem Lörenwald, die Junikäfer in der Luft fingen und verspeisten.Das Schauspiel dauerte, bis das menschliche Auge nichts mehr sehen konnte.

Mitte August  beobachtete Christina Lutz  im Girenmoos einen Schwarm Rauschschwalben am Abendhimmel. Inmitten von 3 Mauersegler Silhouetten, was unwahrscheinlich war, denn die Mauersegler fliegen spätestens Anfang August in ihr Winterquartier nach Südafrika zurück.

Das weitere Beobachten des Himmelspiels liess sie drei Baumfalken ausmachen, die Rauchschwalben jagten. Diese Beobachtung war äusserst faszinierend, zumal man das nicht sehr oft zu Gesicht bekommt in freier Natur und das Geschehen in kurzer Zeit vorüber ist.

 

Der Baumfalke ist  ein Freiluftjäger, der im Gleit- und Segelflug Insekten jagt.

Bild: Sempacher Vogelwarte
Bild: Sempacher Vogelwarte

Steckbrief des Baumfalken

 

Der Baumfalk gehört zur Familie der Falken Vögel (Falconidae).

Grösse: 35 cm

Gewicht des Männchen: 220g

Gewicht des  Weibchens: 350g

Flügelspannweite: 72 cm

Nahrung: Insekten , Käfer und Singvögel

Lebenserwartung: ca. 15 Jahre.

  • Der Baumfalke ist knapp Tauben gross
  • Die Weibchen sind grösser als die Männchen
  • Beide Geschlechter sehen gleich aus
  • Die Oberseite des Baumfalken ist dunkelgrau
  • Der Baumfalke hat einen kleinen, dunklen Kopf mit grossen dunklen Augen, die gelb umrandet sind
  • Er hat einen Hakenschnabel (Falkenzahn), eine weisse Kehle, weisse Wangen und einen schwarzen Backenstreifen, der sich scharf von den weissen Wangen abhebt
  • Die Unterseite ist  längs gestreift , hell dunkel
  • Die Schwanzunterseite und die Hosen sind rostrot, die Beine sind gelb

 

Der Baumfalke ist der häufigst vorkommende Falke und fast in ganz Europa verbreitet.

Er ist ein Langstreckenzieher und überwintert in Südafrika.

In Europa (Brutgebiet) weilt er von Anfang Mai bis Mitte Oktober.

Der Lebensraum des Baumfalken erstreckt sich über Kulturland, Moor-, Feuchtgebiete und Flusstäler mit Waldstücken. In erster Linie besiedelt er Ebenen und Hügel, ausnahmsweise brütet er bis auf ca. 1000 m ü.M.

 

In der Schweiz brüten 400 bis 600 Paare. Seit den 1990-er Jahren steigt die Zahl der Brutfeststellungen in der Schweiz leicht an. Der Baumfalke brütet in Feldgehölzen, Baumgruppen oder an Waldrändern.

Der deutsche Namen „Baumfalke“ ist trotzdem unspezifisch, denn auch andere Falkenarten brüten auf Bäumen. Bis Mitte 20. Jahrhundert wurde der Baumfalke auch Lerchenfalke genannt, da er oft Lerchen jagt.

 

Brutverhalten

Die Baumfalken bauen keine eigenen Nester. Sie sind wie alle Falken auf fremde Nester angewiesen. Sobald sie Ende April anfangs Mai in ihrem Brutrevier eintreffen, geht die Suche nach einem alten Nest los. Es sind meistens Krähen-, Greifvögel- oder Taubennester. An die Brutlebensräume müssen geeignete Jagdgebiete angrenzen, also weiträumige, offene und abwechslungsreiche Landschaften. Zur Zugzeit kann der Baumfalke in fast allen Lebensräumen beobachtet werden.


Die Baumfalken machen 1 Jahresbrut , das Weibchen legt 2 bis 4 Eier und brütet diese innert 28  Tagen aus. Die Jungen sind Nesthocker und die Nestlingsdauer beträgt 32 Tage.

Die Jungvögel werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Die ersten Tage bleibt das Weibchen am Nest und füttert ihre jungen Kücken mit der Nahrung, die das Männchen zum Nest bringt. Sie verteidigt auch das Nest gegen Feinde.

Diese sind  z.B. der  Kolkrabe, der Wanderfalke, der Marder, der Mensch und die Eulen.


April 2016

sehr junge Kohlmeisen und Meiseneier

Viele Vogelarten sind schon bei der Brut oder am Vorbereiten des Nestes. Der Steinadler sitzt schon mehrere Tage auf den Eiern,das Blässhuhn richtet immer wieder sein schwimmendes Nest, die Kleiber haben ein Nistkasten erobert und die Graureiher sind dieses Jahr schon recht gross im Vergleich zum letzten Jahr (Sturm Niklas).

Weitere Vogelarten werden bei uns in nächster Zeit aus dem Winterquartier eintreffen:

Mauersegler, Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Nachtigall und viele mehr...


Sturm Niklas wütet, auch im Girenmoos –

Dies die Schlagzeilen im Frühling 2015

Beim Natur-& Vogelschutzverein Flawil ging die Meldung ein im Girenmoos sind Tannen umgestürzt samt Nestern der seit Jahren immer wieder zurückkehrenden und brütenden Graureihern.

Ein Kontrollgang zeigte, dass Eier und sogar junge, frisch geschlüpfte Jungvögel davon betroffen waren.

 

Die Aufregung war gross bei den Altvögeln, denn das Geschehen blieb nicht unentdeckt! Der Mäusebussard kreiste über der Stelle, wenn er nicht profitieren würde, dann sicher ein Säugetier, das sich um den eigenen Nachwuchs kümmern musste. Noch war es erst März und mit grosser Sicherheit würde es noch einmal schneien. In Folge dessen werden die Anzahl Eier und geschlüpften Küken nochmals dezimiert werden.

Die Sterblichkeit der Jungreiher ist während der Nestzeit sehr groß. Es wird geschätzt, dass in den ersten sechs Monaten 70 % der Jungtiere sterben. Der älteste nachgewiesene beringte Graureiher erreichte ein Lebensalter von 35 Jahren.

Eine kleine Genugtuung blieb, dass der Graureiher nochmals eine Chance bekommen wird, um sich fortzupflanzen. Die Fortpflanzungszeit dauert nämlich bis Ende April, die Betreuung der Jungen gar bis August.

Der Schweizer Graureiher-Bestand hat sich sehr gut erholt.1970 war der Graureiher noch vom Aussterben bedroht. Heute steht er nicht mehr auf der roten Liste.

 


Ein Wintergast in Flawil

Girenmoos
Girenmoos

Text und Bild Christina Lutz

Wie jedes Jahr ist die Bekassine ein Wintergast in Flawil !

 

Nach langem Hinschauen und viel Geduld wurde die Bekassine im Girenmoos entdeckt.

Die scheue Limikole ist nicht einfach zu entdecken, da sie relativ klein ist und ihr Gefieder eine optimale Tarnung bietet und im Schilf kaum auszumachen ist. Dazu versteckt sie sich darin gerne.

Wenn der Weiher zufriert, fliegt die Bekassine in andere Feuchtgebiete wegen der Nahrung.

 

Bild:Ch.Lutz
Hervorragende Tarnung der Bekassine
Wie viele Bekassinen sehen Sie auf dem Bild?
Wie viele Bekassinen sehen Sie auf dem Bild?

Die Bekassinen pendeln zwischen Girenmoos und Botsberger Riet. Dort wurden schon bis zu 10 Individuen gesichtet.

Somit nutzt die Limikole diese beiden Riedgebiete als Trittstein bei ihrem Winteraufenthalt mit Erfolg !

Leider sind die Gebiete für die Bekassine zu klein, um zu brüten.

Sie braucht grössere Feuchtwiesen, Moore und Sümpfe mit dichter niedriger Vegetation und wenig Störung.

 

Informationen

Die Bekassine ist die häufigste Schnepfe Europas. Aufgescheucht fliegt sie «ätschend» oft dicht vor dem Beobachter auf und verschwindet in rasantem Zickzackflug in der Ferne. Als Brutplatz benötigt sie grosse, mit Gräben und Tümpeln durchsetzte Feuchtgebiete. Hier ist ihr typisches «Meckern» zu hören. Es wird im wellenförmigen Balzflug erzeugt, wenn die äusseren Steuerfedern zu vibrieren beginnen. Dieses eigentümliche Geräusch hat der Bekassine den Namen «Himmelsziege» eingebracht.


Steckbrief der Bekassine

  • Grösse:                   28 cm
  • Aufzucht:                Nestflüchter
  • Gewicht:                 20 g
  • Nahrung:                Würmer, Insekten, Larven, kleine Säugetiere, Beeren, Sämereien
  • Brutzeit:                  20 Tage
  • Flügelspannweite:  42 cm
  • Alter:                      12 Jahre Lebenserwartung
  • Brutzeit:                  April bis Juni
  • Feinde :                  Marder, Fuchs, Wiesel, Greifvögel, Möwen, Rabenvögel, Mensch
  • Bruten:                   1 Jahresbrut
  • Anzahl der Eier:     4 Eier

Bildnachweis:Ch.Lutz

Bekassine gesichtet am 18.Januar 2016 im Girenmoos.