Über uns


Seit über 50 Jahren in Flawil, Ihr Naturschutzverein

Im April 1952 war der Natur- und Vogelschutzverein Flawil (NWF) entstanden, weil niemand umfassenden Vogelschutz betrieb. Heute setzt sich der über 400 Mitglieder zählende Verein für verschiedene Belange einer intakten Mitwelt ein. Die beiden Naturreservate Girenmoos und Botsberger Riet sind die auffälligsten von zahlreichen Betätigungsfeldern des Vereins.

Von den Gründervätern des Vereins ist folgende Überlegung überliefert: «Den Namen Natur- und Vogelschutzverein Flawil wählten wir, weil es nicht möglich ist die Vögel zu schützen, ohne ihren Lebensraum zu erhalten.» Folgerichtig war der Vogelschutz nie der einzige Schwerpunkt des NWF. Es mag sogar sein, dass sich mit den Jahrzehnten die Gewichte etwas stärker in Richtung von Naturschutz im umfassenden Sinn verschoben haben.

Umstrukturiert und effizienter

solle der neue Verein sein. Just nach dem Jubiläumsjahr 2002 schickte sich der Vorstand an, dem Verein einen neuen Namen, neue Statuten, neue Strukturen, ein Organisationsreglement und eine Neuschrift der Urkunde zu schaffen.

Und es ist gelungen! Am 27. März 2003 konnte die Hauptversammlung die Arbeit des Vorstandes bestätigen.


Der Verein heisst ab diesem Datum:

„Naturschutzverein Flawil und Umgebung“ (NVF)


Vögel als idealer Einstieg

Unverändert aber stellt der Vogelschutz die ideale Plattform dar, um den Menschen die Natur näher zu bringen. Vögel erfreuen den Menschen mit ihrem Aussehen und Gesang. Zudem sind Vögel eine Art Frühwarnsysteme, um veränderte Umweltsituationen zu erkennen.

Um der weiteren Verarmung der Natur entgegenzutreten, bemüht sich der NVF die ethischen, ästhetischen und volkswirtschaftlichen Werte einer intakten Natur zu erhalten und der Öffentlichkeit näher zu bringen. Er tut dies durch Exkursionen, Vorträge, Kurse und Ausstellungen.

Aber der NVF ist vorwiegend im praktischen Naturschutz tätig. Mitglieder retten Frösche und Kröten vor dem Strassentod. Im Flawiler Freibad wird jedes Frühjahr eine Tragödie verhindert, indem Amphibien von der Filteranlage ferngehalten werden. Vereinsmitglieder betreuen insgesamt rund 300 Nistkästen für Vögel und die beiden Naturschutzreservate, welche auf die Initiative des Vereins entstanden sind. Regelmässig sind NVF-er unterwegs und überprüfen den Zustand diverser Gewässer in Flawil und der näheren Umgebung.


Beraten und beobachten

Der Verein beschränkt sich jedoch nicht nur auf derart handfeste Arbeiten, die eher im Verborgenen stattfinden. Wenn Verstösse gegen die geltenden Natur- und Umweltschutzgesetze festgestellt werden, wird der Verein aktiv und informiert die zuständigen Stellen. Noch viel lieber aber bringen Vereinsmitglieder ihr naturschützerisches Fachwissen bereits in der Projektierung ein, wie beispielsweise beim Neubau von Maestrani/Munz oder bei der naturgerechten Umgebungsgestaltung der ARA Flawil.

Der NVF steht auch im Kontakt mit den Gemeindebehörden. So wirken Mitglieder in der Projektgruppe «Stauanlage Buchholz, Cholerweiher» mit, beschäftigen sich im Zusammenhang von Kleinkraftwerken mit Fragen der Restwassermenge im Gossauer Dorfbach. Bei der Gestaltung des Bauernweges in Flawil hat der Verein ebenfalls mitgeholfen. Der Verein setzt sich ein für mehr naturnahe Grünflächen im Siedlungsraum, für mehr Wiesen statt Rasen und für den Einsatz von natürlichen Mitteln anstelle von Giften in Gärten und Anlagen.


Stiftung Naturschutzreservate

Bestandteil des NVF ist die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung. Diese ist 1993 aus der 1962 ins Leben gerufenen Stiftung Girenmoos hervorgegangen. Die Stiftung bezweckt die Erhaltung, Ausgestaltung und Pflege von Naturreservaten in Flawil und Umgebung. Die Stiftung besitzt zurzeit die beiden Naturreservate Girenmoos und Botsberger Riet.

Das Girenmoos mit einer Fläche von rund 76000 m2 ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung.

1994 entstand der mittlerweile preisgekrönte Lebensraum Botsberger Riet. Ein über Jahrzehnte intensiv landwirtschaftlich genutztes ehemaliges Torfmoor wurde renaturiert. Dieses Reservat umfasst rund 23000m2 und ist mittlerweile ein bedeutendes Laichgebiet für Amphibien und ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche andere Tiere und Pflanzen. Eine Aufgabe der Stiftung besteht darin, eine naturgerechte Bewirtschaftung dieser Gebiete sicherzustellen. Dabei kann sie auf Landwirte mit grossem Verständnis für ihre Anliegen zählen. Gemeinsam gelingt es so, diese Landschaften der Nachwelt zu sichern.

Ein Rundgang um die Naturzschutzreservate lohnt sich auf jeden Fall!

Vergessen Sie nicht, das Fernglas und eine gehörige Portion Ruhe und Geduld mitzunehmen:

Die schönsten Naturbeobachtungen geschehen mit Liebe für kleine Details und meist unverhofft.